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Aktuell

Flüchtlinge in der Wennigser Mark

Bericht, 17.04.2017

Welcome

Ende März sind weitere Flüchtlinge in die Mark gekommen: Ein 5-köpfige syrische Familie, die vorher in unter sehr beengten Verhältnissen in einer Gemeindewohnung lebte, konnte eine größere Wohnung in der Mark mieten. Damit leben bei uns vier Familien mit insgesamt 28 Personen, die unterschiedlich intensiv betreut werden müssen. Allein Behörden- und Arztangelegenheiten zu regeln macht eine Menge Arbeit – für eine Integration bleibt kaum Zeit.

Herausforderung für die Männer der Familien ist jetzt, die verpflichtenden Deutschkurse zu absolvieren und die Schlussprüfung zu bestehen. Die Frauen besuchen noch keine Kurse, da alle kleine Kinder haben, die erst im Herbst einen Platz im Kindergarten bekommen werden. Die größeren Kinder sind mittlerweile alle eingeschult worden und kommen gut zurecht, benötigen aber alle ergänzende Hilfe  beim Lesen- und Schreibenlernen.

Meine Frau und zwei weitere Helferinnen aus der Mark haben begonnen, einmal in der Woche den beiden kurdischen Frauen im DgH das Schreiben und  Lesen der lateinischen Schrift beizubringen. Während zwei Frauen unterrichten, muss die dritte im Bunde die 13 Kinder bespaßen, damit die Lerngruppe einigermaßen in Ruhe arbeiten kann. Wenn die Helferinnen mittwochs kommen stehen die 13 schon immer aufgereiht da wie die Orgelpfeifen und warten auf die drei.

Dank der Unterstützung des Ortsrates und mit tatkräftiger Unterstützung von Axel Kracke-Glück konnte in den letzten Tagen im DgH eine Sat-TV-Anlage installiert werden, so dass für die Familien die DVBT2-Gebühren für Privatsender entfallen und auch Sender in Landessprache empfangen werden können. Bezahlt wurde die Aktion aus Restbudgets der Weihnachtsspende und mit Hilfe einer Märkerin, die für solche Zwecke ab und zu spendet.
Herzlichen Dank dafür !

Als nächstes wollen wir versuchen, die Männer der Familien beim Ausbau des Kindergartens mitarbeiten zu lassen. Sie würden gern helfen, wie sie sagten, wir müssen aber noch abklären, ob die Bauzeiten zu den Zeiten der Deutschkurse passen, denn diese dürfen sie nicht verpassen, sonst gibt es Ärger mit dem JobCenter.

Claudia und Jürgen Welk

Oberer Waldweg 1
30974 Wennigser Mark
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel.: 05103 1582
Mobil: 0152 54278579

 

Flüchtlinge in der Wennigser Mark

Bericht, 10.01.2017

Welcome

Ende Dezember 2016 lebten in Wennigsen 277 Flüchtlinge. Davon lt. Gemeindestatistik in der Mark neunundzwanzig:  Fünf aus Syrien, zwanzig aus dem Irak und vier aus dem Iran. Die Iraner leben schon etwas länger hier bei uns und müssen daher nicht mehr aktiv betreut werden.

Im DGH sind im September zwei verwandte Familien mit 4 Erwachsenen und 13 Kindern eingezogen, die zurzeit
- wie immer nach einer Neuankunft - eine intensive Betreuung benötigen, da sie unsere Sprache nicht sprechen und mit deutschen Behördenbriefen und -formularen überschüttet werden. Die Familienväter haben begonnen einen Sprachkurs zu besuchen, die Kinder einer Familie sind eingeschult worden, die anderen Kinder werden im Januar in die Schule kommen. Das alles reicht aber nicht aus, schnell genug Grundkenntnisse unserer Sprache zu erlangen. Wir werden daher zusammen mit vier Frauen, die sich im Dezember aufgrund eines Presseartikels gemeldet haben ( toll !! ), demnächst beginnen die Flüchtlinge mit einfachen Sprach- und Leseübungen zu unterstützen. Weitere Helfer für Sprach- und Leseförderungszwecke werden für die Wennigser Mark nicht benötigt, in Wennigsen gibt es aber noch großen Bedarf zu diesem Thema. Gesucht werden jetzt noch Nachbarn, die einfach mal zum „Quatschen“ und Kontakt halten zu den Familien gehen. Das geht ganz problemlos, zum Start helfe ich gern.

Die bei uns seit September 2015 wohnende syrische Familie hat sich mit Hilfe mehrerer Nachbarn schon sehr schön integriert. Die Kinder sprechen schon gut Deutsch und helfen fleißig beim Übersetzen, der Vater hat jetzt seinen Integrationskurs begonnen und macht zurzeit seinen Führerschein, da er - wenn möglich - als Kraftfahrer arbeiten möchte.

Ähnlich lange ist eine irakische Familie bei uns, die aus zwei jungen Paaren, ihrem Cousin und zwei Kleinkindern besteht. Die Familie muss demnächst zum sogenannten Interview nach Friedland, in dem geprüft wird, ob sie ein Bleiberecht haben. Da sie aus umkämpften Kriegsgebieten kommen, werden sie mit Sicherheit bleiben und die Männer haben daher schon fleißig angefangen Deutsch zu lernen. Die Frauen, die in Sachen Deutschlernen oft das Nachsehen haben, da sie Kinder hüten müssen, werden wir in den Kurs mit aufnehmen, den ich oben erwähnt habe.

Am 22.12. haben wir im Corvinus-Zentrum für alle 18 in der Mark lebenden Kinder eine schöne Bescherung organisiert. Der Ortsrat und der Verein zur Förderung der Ortschaft Wennigser Mark haben Geld gespendet und viele fleißige Märker haben Kekse gebacken, Getränke und Geschenke besorgt und verpackt. Märker Solidarität vom Feinsten!

Alle Familien, die zur Zeit bei uns leben, werden im Gegensatz zu den sogenannten Balkan-Flüchtlingen, die früher in der Mark wohnten, vermutlich länger hier bleiben, denn alle kommen aus den umkämpften Gebieten, über die jeden Tag in den Medien berichtet wird. Wir werden auch 2017 versuchen, Märker und Flüchtlinge weiter zusammen und die Integrationsarbeit voran zu bringen

 

Claudia und Jürgen Welk

Oberer Waldweg 1
30974 Wennigser Mark
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel.: 05103 1582
Mobil: 0152 54278579

 

Flüchtlinge in der Wennigser Mark

Bericht, 09.10.2016

Welcome

Wie in der letzten Info angekündigt, ist in den letzten Wochen im DgH einiges passiert:

Die obere Etage stand bis zum 21.9. leer, da die Familie aus Montenegro ausgewiesen wurde. Schade, die Kinder waren in der Schule sehr gut integriert, die ältere, 21 Jahre alte Schwester der beiden war auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und die Eltern nach Arbeit. Aber durch das Herkunftsland Montenegro bestand für die Familie keine Chance zum Bleiben.

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Flüchtlinge in der Wennigser Mark

Bericht, 09.06.2016

Welcome

Hier mal wieder ein kurzer Bericht ich Sachen Integration und zur Lage in der Wennigser Mark:

Wie einige Zeitungen bereits berichtet haben, kommen nur noch wenige Flüchtlinge nach Niedersachen und damit nach Wennigsen, so dass die Belastung der Gemeinde und der ehrenamtlichen Helfer abgenommen hat. Allerdings machen die in der Gemeinde bereits untergebrachten Familien  natürlich auch viel Arbeit, so dass die Freiwilligen gut zu tun haben.

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Flüchtlinge in der Wennigser Mark

Bericht, 07.02.2016

Welcome

Hier der 4. Bericht seit August letzten Jahres:

Anzahl und Zusammensetzung der Bewohner des DgH haben sich nicht verändert. Mittlerweile haben 2 der Familien ihr sogenanntes "Interview" beim Bundesamt in Brauschweig gehabt. Damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie ihren Abschiebungsbescheid bekommen, denn sie stammen aus Balkanländern, also sogenannten sicheren Herkunftsländern.

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