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Start Kirche und Kapelle Kultur in der Kapelle Ortsgemeinde und Kirchengemeinde in gemeinsamer Sache

Sonntagskonzert

Ortsgemeinde und Kirchengemeinde in gemeinsamer Sache

Ein großes Banner ist der Hingucker für den Durchgangsverkehr in der Wennigser Mark: Sonntagskonzert, 17 Uhr. Die weiß getünchte Corvinus-Kapelle aus den 1960er Jahren ist einladend beleuchtet. In der Kapelle ist der schwere Eichenalter zur Seite gerückt, E-Piano und Lesepult verwandeln den Altarraum in eine Bühne. ...

... Hier las schon Schauspieler Alexander May sein Programm „Kästner und Co“, Martin Meißner (Saxophon) spielte mit seiner Band Jazz, der Kabarettist Matthias Brodowy begeisterte mit seinem Programm und viele andere standen auf der Bühne und lockten Besucher an.

Auch Filmfreunde kommen auf ihre Kosten: Eine Leinwand verwandelt die Kapelle in einen Kinosaal, dann ist „Filmclub“ in der Corvinus-Kapelle.

Der Wennigser Kirchenvorstand freut sich über die Kulturveranstaltungen in der Kapelle, in der auch ein Mal im Monat ein Gottesdienst stattfindet. „Durch die Kulturveranstaltungen wird sie besser genutzt und wir erreichen weit mehr Menschen“, so Pastor Horst Voigtmann. ...

Die ersten Kulturveranstaltungen in der Kapelle fanden schon in den 80er Jahren statt, seit 2001 dann regelmäßig, ermöglicht durch das gemeinsame Engagement von Orts- und Kirchengemeinde. Die Organisation und Gestaltung liegt in ehrenamtlichen Händen. Dazu gehört von Zeit zu Zeit auch der Umgang mit Hammer und Pinsel: Vor zwei Jahren wurde die Kapelle in Eigenleistung gründlich renoviert und für Veranstaltungen umgebaut. „Um Energiekosten zu senken wurde eine Dämmung auf dem Dachboden aufgebracht: Eine schweißtreibende Angelegenheit bei 30 Grad Hitze“, so Voigtmann. Die Kinoleinwand wurde installiert, dimmbare Leuchten und Bühnenstrahler angebracht.

Nur in Ausnahmefällen kosten die Veranstaltungen Eintritt, denn für Degenhardt ist „Kultur in der Kapelle“ auch ein soziales Projekt: „Jeder gibt so viel, wie er mag und kann.“ Die Kosten werden durch Spenden und Kollekten gedeckt.

Ein wenig bedauert Degenhardt, dass das Konzept, einen Begegnungs- und Kulturort für die Menschen der Wennigser Mark zu schaffen, noch nicht ganz aufgeht. Denn die meisten Besucher kommen aus der weiteren Umgebung. Für den Bürgermeister ist das aber kein Grund zur Resignation: „Vielleicht müssen wir nur noch ein wenig am Programm arbeiten“. ...

(Quelle: Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers, Joachim Lau)