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Start Termine und Veranstaltungen Archiv 2014 Kleine Geschichte der Wennigser Mark

Kleine Geschichte der Wennigser Mark,
dem jüngsten aller Ortsteile

Es waren Bergleute - die ersten Bewohner der Wennigser Mark. Georg Bullerdieck war einer von ihnen. Er war es leid den langen Anmarschweg von Wennigsen bis zum Wilhelmstollen, oberhalb Egestorfs, jeden Tag zwei mal zu laufen. So erwarb er hier günstig ein Grundstück und baute 1875 das erste Haus der Wennigser Mark - heute das Haus Schaff, Egestorfer Straße 33. Daher begeht dieser Ortsteil, zeitgleich mit dem 800 Jahre alten Wennigsen, sein 125-jähriges Bestehen.

Doch gibt es Hinweise auf Besiedlung in unserer Nähe, die weit vor den Beginn unserer Zeitrechnung fallen und Urkunden, die Siedlungshöfe in der Zeit um 1300 nachweisen - die Straßennamen „Basthoop“ und „Zinthof“ erinnern daran.

Aber nicht nur Bergleute kannten die Vorteile dieses Ortes, sondern auch wohlhabende Hannoveraner schätzten die wunderschöne Lage der Wennigser Mark und bauten hier bereits in den 20er Jahren ihren zweiten Wohnsitz. Der eigentliche Bauboom begann allerdings erst nach dem zweiten Weltkrieg. Waren damals die Selbstversorgung durch Gartenland eine wesentliche Triebfeder für Siedler, sind heute der Wald und die herrliche Umgebung, Motiv, in die Mark zu ziehen.

Auch König Ernst August von Hannover ließ wegen des wald- und wildreichen Deisters oberhalb der Mark von seinem Hofarchitekten Laves ein Jagdhaus entwerfen und von Baumeister Nordmann errichten. Das Erbauungsdatum 1845 ist über dem Ausgang des Speisesaales eingemeißelt. Das Haus wurde durch die politische Entwicklung dann doch nicht als königliches Jagddomizil benutzt, aber es blieb als Revierförsterei dem Wald verbunden. Jetzt wird es vom Lande Niedersachsen verkauft und in Privatbesitz übergehen. Ein landschaftliches Kleinod am Deister!

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in der Wennigser Mark eine Vielzahl kleiner Handwerks-  und Handelsbetriebe. Von der Schuhmacherei bis zur Strickerei waren fast alle Handwerke vertreten. Die zunehmende Mobilität der Menschen machte viele dieser Betriebe unrentabel und zwang sie zur Aufgabe. Leider ist dieser Trend bis heute noch nicht gebrochen. Der Verlust einer Gastwirtschaft, Kreissparkasse und Poststelle - allein in diesem Jahrzehnt - wird besonders von der älteren Generation beklagt, die nun auf Hilfe bei vielen Besorgungen angewiesen ist. Dass es vielen Orten so geht, tröstet nicht. Trotzdem zieht es weiterhin Menschen hierher; das läßt die Mark stetig wachsen. Gut 1300 Einwohner wohnen in der Mark.

Heute veranstalten - neben  anderen Vereinen - Freiwillige Feuerwehr, der Gesellschaftsklub „Freundschaft“ mit seinen 5-jährigen Zwetschenfesten und der Ortsrat, Feiern, Kulturveranstaltungen, gemeinsame Reisen und viele Aktionen, die die Menschen zusammenführen und ihnen ein Heimatgefühl geben. So können Alt- und Neubürger zusammenwachsen.

Es ist schön, in der Wennigser Mark zu leben!


 

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