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Start Termine und Veranstaltungen Archiv 2014 Kleine Geschichte unserer Dorffeste
Kleine Geschichte unserer Dorffeste

 

Die Geselligkeit war in der Wennigser Mark schon immer gesucht. Auf alten Fotos aus der Mark finden wir häufig Abbildungen von Festen. So auf einem Foto aus dem Biergarten des Gasthauses Hubertus. Hier war der geeignete Ort wo feste gefeiert werden konnte. Aber auch im Wald auf dem Georgsplatz, heute Toppiusplatz genannt, feierten die Bergleute der Mark und der Umgebung manches Fest, so wird erzählt.

Nach dem zweiten Weltkrieg war es der Gesellschaftsklub Freundschaft, der im 5-jährigen Rhythmus die berühmten Zwetschenfeste ausrichtete und auch weiterhin ausrichtet. So wird in jedem Jahr das auf 5 oder 0 endet ein Zwetschenfest gefeiert.

Das war dem Ortsrat der Wennigser Mark zu wenig, ist doch eines seiner Anliegen Anlässe zu schaffen, zu denen sich die Menschen dieses Ortes zusammenfinden können, um nachbarschaftliches Miteinander zu pflegen. So wurden unter Beteiligung aller Vereine und Gruppen des Ortes 1987 das erste Dorfgemeinschaftsfest auf dem alten „Schulhof“ also hinter dem Kinderspielkreis/Dorfgemeinschaftshaus durchgeführt.

Es sollte möglichst jedes Jahr ein Fest im Ort gefeiert werden. Wenn nicht ein anderer Ausrichter z.B. der Gesellschaftsklub oder die Feuerwehr ein Jubiläumsfest feiern, sollte vom Ortsrat ein Fest organisiert werden. Diese fanden dann immer am gleichen Ort statt.

Die begrenzte Fläche ließ das Fest immer in kleinem Rahmen ablaufen, denn es sollte ja das Fest der Märker sein. Ein Ausnahme gab es 1994: Als Abschluss der Sanierungsmaßnahme des Georgsplatzes wurde das Dorfgemeinschaftsfest auf den Toppiusplatz im Wald gefeiert. Sicher eines der schönsten, fantasievollsten und aufwendigsten Feste des Ortsrates. 1997 konnte die Organisation des Fest abgegeben werden, weil sich die „Gruppe Chronik der Mark“ unter der Leitung von August Größ bereit fand die Arbeit zu übernehmen. Auch hier unter der Beteiligung aller Aktiven der Vereine, ohne dass die Vereine in Erscheinung traten, wurde die Arbeit nur ehrenamtlich  durchgeführt.. Das Fest, das traditionell am Samstag stattfand, wurde um einen Dämmerschoppen am vorausgehenden Freitag und um einen Resteverzehr beim Abbau am Sonntag ausgeweitet.

Seit 2002 wurde die immer unsichere Wetterlage durch die Aufstellung eines großen Festzeltes ausgeschaltet. Die häufigen Regenfeste haben die Feierwilligen zwar fest zusammengeschmiedet, aber mancher Schupfen konnte seit dem vermeiden werden.

Nun ist aus der einst kleinen Gruppe um August Größ eine größere Gruppe entstanden, die unter der Leitung von Klaus Horstmann das Fest unter Beteiligung vieler Mitglieder der verschiedenen Vereine das Dorffest organisiert und sich nun Interessengemeinschaft Dorffest nennt. Der Ortsrat der Wennigser Mark hat nun nur noch die Schirmherrschaft des Festes und trägt die Gesamtverantwortung. Seine Mitglieder sind aber immer eifrig dabei, mal vor, oft auch hinter der Theke.

Viele Neubürger der Mark sind über die Feste in die Dorfgemeinschaft integriert worden und so mancher Nachbarschaftsstreit wurde am Biertresen beigelegt. Im Zentrum aller Dorffeste standen und stehen immer wieder die Kinder, für die das Fest Anlass ist mit den Eltern und den „Großen“ zu feiern. Stellt sich nach Abschluss des Festes ein finanzieller Überschuss ein, wird damit etwas Sinnvolles für die Mark oder deren Bewohner angeschafft , wie z.B. die kofinazierung der Sportmöglichkeit der Spielkreiskinder für ein weiteres Jahr .