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Start Termine und Veranstaltungen Archiv 2010 Wildernde Rotfüchse werden zum Problem

Wildernde Rotfüchse werden zum Problem

Der Rotfuchs hat sich im östlichen Teil der Wennigser Mark stark vermehrt. Dabei scheinen die Raubtiere, die derzeit ihre Jungen durchbringen müssen, ihre Scheu vor dem Menschen mehr und mehr zu verlieren.Hauseigentümer finden immer öfter Kotspuren in ihren Gärten. Wie Anwohner Hartmut Vollmer im Gespräch mit der DLZ berichtet, wären dem Fuchs bereits zahlreiche auf Privatgrundstücken gehaltene Hühner zum Opfer gefallen. Zudem würden sie sich auch tagsüber auf Terrassen bewegen und in Komposthaufen nach Essbarem suchen. „Ein Fuchs stand nur wenige Meter von mir entfernt und lief nicht weg“, erzählt Vollmer von seiner Begegnung mit dem Tier. Bei einer anderen Anwohnerin würde ein Fuchs so neugierig sein, dass er regelmäßig in das Wohnzimmer der Familie schaue.

Bei der letzten Vorstandssitzung der SPD-Abteilung Mark/Argestorf im Dorfgemeinschaftshaus staunten auch einige Politiker nicht schlecht, als ein ausgewachsenes Tier am frühen Abend in aller Ruhe um die Corvinus-Kapelle inmitten der Ortschaft schlenderte. Wie der ehemalige Ortsbürgermeister Uwe Degenhardt sagte, habe sich der Ortsrat mit dem Thema vor geraumer Zeit intensiver beschäftigt. Diesbezüglich gab es auch Gespräche mit der Forst und dem zuständigen Jagdpächter. „Füchse dürfen innerhalb der Ortschaften nicht bejagt werden. Man muss, wenn man in Waldnähe wohnt, aber immer mit Füchsen rechnen“, betont Degenhardt. Außerhalb der Mark sei es fast unmöglich, die Tiere zu erlegen. Sorge bereitet einigen Eltern allerdings, dass sich ihre Kinder mit einem Bandwurm infizieren können, der durch den Fuchs übertragen wird. „Fälle von Tollwut sind in unserem Gebiet aber nicht bekannt“, so Degenhardt, der rät, die Tiere auf keinen Fall anzufüttern.

(Quelle: Deister-Leine-Zeitung (jh), 18.06.2010)