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Start Termine und Veranstaltungen Archiv 2010 Wennigser Mark - erst seit 40 Jahren Ortsteil

Wennigser Mark - erst seit 40 Jahren Ortsteil

Die Bergleute waren es, die es Ende des 19. Jahrhunderts näher an ihre Arbeitsstätte zog. So entstand in der Mark das erste Haus 1875, das noch heute gut erhalten in der Egestorfer Straße 33 steht. Als Gasthaus Hubertus und Marketender, aber kurzfristig auch als Striplokal Anfang der 70er-Jahre unter „Mark 33“ wurde das Märker Gründungshaus weit über die Ortsteilgrenzen bekannt. Seit 1990 wird es als Wohnhaus genutzt.

Vor dem ersten Hausbau war das Gelände Feld- und Holzmark und gehörte zum großen Teil zu Wennigsen. Aus Feld- und Holzmark entstand der Name der Wennigser Mark. Aber auch Barsinghausen, Langreder und Degersen ragten in das Gebiet hinein, wie am Waldwinkel und in der Blankweide. 1875 wird nach bestehender Ortschronik als Gründungsjahr der Wennigser Mark angesehen. Doch erst mit dem Zusammenschluss zum 1. Januar 1970 und einigen Grenzänderungen gibt es den selbstständigen Ortsteil der Wennigser Mark mit dem politischen Gremium eines Ortsrates. Erste Ortsbürgermeisterin wurde Eva Franke.

Es folgten Helmut Lerch, Dr. Wolfgang Huck und Peter Mogwitz, bevor 1991 Uwe Degenhardt bis Ende Oktober 2009 die Märker „regierte“ und das Amt vorzeitig an Holger Dorl (SPD) abgab. Als Stellvertreter fungiert Dr. Wolfgang Dankert (CDU). Martin Ast (SPD), Heinz Maßberg (SPD) und Michael Meißner (FDP) komplettieren heute den fünfköpfigen Ortsrat. Etwa 700 Einwohner zählte die Wennigser Mark beim Zusammenschluss. Heute sind es 1119 mit Hauptwohnsitz und 1231 einschließlich Nebenwohnungen.

In der Wennigser Mark sind keine Bauernhöfe und auch keine Industriebetriebe angesiedelt, doch eine Besonderheit fällt auf: Zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker sind in der Mark zu finden, angefangen von der Maler-, Bildhauer- und Töpferei bis hin zu musikalischer Gestaltung. Unser kleines „Worpswede am Deister“, so bezeichnen viele Märker ihren Ortsteil.

Wappen der Wennigser Mark Ein Markenzeichen der Märker ist ihre Fähigkeit, sich selber zu helfen und etwas zu gestalten. Sie haben es zum Beispiel mit dem Wappen bewiesen. Als nach dem Zusammenschluss 1970 die Mark nach 24 Jahren immer noch kein Wappen besaß, nahmen die Märker das Heft selber in die Hand. Der Ortsrat rief zur Ideensammlung auf und sprach die elf eingereichten Vorschläge mit einem Heraldiker ab.

Seit dem Neujahrsempfang am 15. Januar 1995 gibt es das Märker Wappen mit dem Hubertushirsch, den im Bogen dargestellten Deister und darunter die Bergbausymbole Eisen und Schlägel. Berühmt geworden ist in der Mark auch das alle fünf Jahre stattfindende Zwetschenfest, das in diesem Jahr vom 20. bis 22. August wieder stattfindet.

Auch der beliebte Jazzfrühschoppen am Toppiusplatz gehört seit Jahrzehnten zur Märker Tradition. Am 2. Mai ist es wieder soweit. Nach dem Zusammenschluss von 1970 ist einiges passiert in der Mark. Der Kinderspielkreis wurde 1972 eingerichtet. Der Neubau einer technischen Polizeischule, deren Betrieb vor zwei Jahren eingestellt wurde, gehört schon wieder der Vergangenheit an. Die Zukunft des Geländes ist immer noch ungewiss. Es soll verkauft werden. Ein Käufer hat sich allerdings bisher nicht gefunden. Das Baugebiet Lüngerloh ist entstanden. Die Märker haben im Rahmen der Gartenregion alles um den Georgsplatz wieder in Schuss gebracht. Nun warten sie auf den Radweg entlang der Landestraße 391 nach Wennigsen – seit etwa 30 Jahren. Doch in diesem Jahr soll er realisiert werden.

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(Quelle: Deister-Leine-Zeitung (mi), 09.04.2010)