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Archiv 2011

 


 

 

Auf dem Rundweg durch die Historie

Königsjagden und Industriealisierung: Der Georgsplatz in der Wennigser Geschichte

Von Carola Faber

Einen bedeutsamen Ausschnitt der Wennigser Geschichte können Spaziergänger auf dem etwa zwei Kilometer langen Georgsplatzrundweg nachvollziehen. Landwirtschaftlich geprägt nahm die Region Hannover Anfang des 19. Jahrhunderts noch nicht an der allgemeinen industriellen Entwicklung teil. Erst mit der Übereignung des Kohleabbaus in staatliche Hände Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung auch in Hannover. Ein Teil dieser Geschichte wird am Georgsplatz in der Wennigser Mark dargestellt.

Alte Unterlagen belegen, dass der heutige Georgsplatz schon vor dem Bau des Forsthauses bestand und als Festplatz für die Bergleute genutzt wurde. Die Form, ein großes Rondell mit mehreren Zugängen und drei zum Berge hin terrassenartig angelegten Abstufungen, lässt vermuten, dass sich dort größere Menschenmengen versammelten und feierten.

König Ernst August II. von Hannover ließ hier 1845 von seinem Oberhofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves und den Maurermeister Nordmann ein Forsthaus für den blinden Königssohn Georg errichten. Heute befindet es sich im Privatbesitz. Rund um das Gelände ist ein zwei Kilometer langer Rundweg angelegt, der die vielseitige Nutzung des Deisters im 19. Jahrhundert und die kulturelle Vielfalt zeigt. Auf Schautafeln wird die Geschichte dieses Ortes, des Bergbaus, der königlichen Jagd und der Rottekuhlen aus der Zeit des Flachsanbaus erklärt. Ein Lageplan zeigt, dass sich die Anlage seit ihrer Entstehung kaum verändert hat. Wiesen, Teiche und Gärten dienten zur Selbstversorgung des Forstguts. Das Anwesen war erst als königliche Oberförsterei und zu Repräsentationszwecken für königliche Jagden geplant. Hier wurde auch gegen die Wilderei vorgegangen. „Dem Andenken des königlichen Jägers Toppius, am 28. Februar 1807 in seinem Beruf an dieser Stelle tödlich verwundet, starb er am zweiten Tage in Wennigsen“ – dieser Satz auf dem Denkmal am Toppius- oder Georgsplatz erinnert an eine Auseinandersetzung mit einem Wilddieb.

Alte Darstellungen belegen, dass der Teich schon 1820 existierte und später durch die Ergänzung von Sitzsteinen und einer eindrucksvollen Fontäne in die repräsentative Anlage einbezogen wurde. Auf einer weiteren Tafel ist von den Jagdpraktiken des Königs zu erfahren. Dort ist erklärt, wie oft tagelang vor dem offiziellem Jagdbeginn das Wild zusammen getrieben worden ist, um dem König eine möglichst hohe Trefferquote zu ermöglichen. Zum Abschluss wird die Funktion der Rottekuhlen von Degerser Bauern erklärt. Auf dem Georgsplatz gibt es heutzutage jeweils am ersten Maisonntag einen Jazzfrühschoppen und am Pfingstmontag einen Waldgottesdienst.

Seit seiner Erbauung im Jahr 1845 ist die Anlage um das königliche Forsthaus (...), fast unverändert. Auf dem etwa zwei Kilometer langen Rundweg ist viel über die Geschichte dieser Zeit zu erfahren. Schautafeln am Weg enthalten vielfältige Hintergrundinformationen über die Jagdpraxis, den Toppiusplatz und tragische Unfälle.

Toppiusplatz1Toppiusplatz2Toppiusplatz3

(Zum Betrachten der gesamten Bilder-Gallerie einfach ein Bild anklicken und weiterblättern!)


Der Georgsplatzrundweg Wennigser Mark

Das müssen Sie wissen

Wo? Startpunkt für den Georgsplatzrundweg ist der Parkplatz am Waldrand, Wennigsen, Ortsteil Wennigser Mark.
Wann? Ein Rundgang ist jederzeit möglich.
Was kostet es? Nichts. Gruppenführungen auf Anfrage.
Essen und Trinken? Am Toppiusplatz gibt es eine Picknickmöglichkeit. In Wennigsen gibt es das Deister-Café und die CaféZeit.
Für Rollstuhlfahrer geeignet? Nein. Internet: www.wennigsen.de Telefon: (05103) 700567.

So kommen Sie hin

Mit Bahn und Bus: Vom Hauptbahnhof Hannover mit der S-Bahn 1 oder 2 bis Wennigsen, von dort mit dem Bus Linie 540 in Richtung Egestorf über die Wennigser Mark. An der Haltestelle Sonnenblick aussteigen und auf dem Weg Zum Waldfriedhof etwa 400 Meter gehen.
Mit dem Auto: Von Hannover auf der B217 bis Weetzen fahren. Dort in Richtung Wennigsen auf die K229 abbiegen. An der Kreuzung mit Ampel in Degersen geradeaus auf der L391 fahren bis Ortseingang Wennigser Mark. Links auf den Parkplatz am Waldrand abbiegen. Zu Fuß auf der Straße Zum Waldfriedhof bis zum Stoppschild, dem sogenannten Rondell, gehen. Dort beginnt und endet der Rundweg.

 

Dieser Artikel von Carola Faber erschien am Donnerstag, den 27. Oktober 2011 in der Calenberger Zeitung, dem Regionalteil von Hannoversche Allgemeine und Neue Presse (Artikel als PDF).

Weitere Informationen zum Projekt "Georgsplatz-Rundweg" finden Sie auch auf diesen Seiten!


 

Impressionen vom Boule-Turnier

BouleAm 27.08.2011 fand das 3. Märker Boule-Turnier auf den Bahnen am Dorfgemeinschaftshaus statt. Das Wetter an diesem Samstagnachmittag war sehr durchwachsen. Das gesamte Turnier wurde von mehreren Regenschauern unterbrochen, die Teilnehmer liessen sich davon jedoch nicht abschrecken. Es wurden durchweg hochklassige Leistungen geboten.

Es galt die Dominanz des Ortsrats als zweimaligen Sieger zu brechen. Mit diesem Ziel waren in diesem Jahr 16 Mannschaften angetreten. Das jüngste Team der "Wilden Märker" schaffte dann auch bereits in der Vorrunde die Sensation und schaltete das Team des Ortsrats aus. Später scheiterten unsere jungen Helden nur knapp und wurden immerhin Fünfte.

Nach einer spannenden Finalrunde setzte sich das Team "Suerser Weg II" durch und wurde knapp aber verdient mit dem Wanderpokal aus den Händen des Ortsbürgermeisters belohnt. Im nächsten Jahr beginnt die Jahr auf den Pokal erneut.

Für das leibliche Wohl sorgten die Spielkreiseltern mit Kaffee und Kuchen, die Freiwillige Feuerwehr mit Grillwürstchen und der Freundschaftsclub mit Getränken. Alle Unterstützern hierfür herzlichen Dank!

Impressionen sind in der kleinen Bildergallerie zu sehen. Zum Vergrößern bitte einfach die Bilder anklicken und weiterblättern!

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3. Märker Boule-Turnier am 27.08.2011

Boule

 

Wann: Am Samstag, den 27.08.2011, ab 14:00 Uhr
Wo: Am Dorfgemeinschaftshaus

 

Es sind alle - zur Teilnahme - eingeladen. Mannschaften können beim Ortsrat gemeldet werden.
Für Essen und Getränke ist gesorgt.


 

Verkehrsmännchen zerstört

VerkehrsmännchenEs scheint zum Sport zu werden, die neu aufgestellten Verkehrsmännchen um zu treten.

Mit großem Einsatz hatten einige Eltern der Spielkreiskinder Verkehrsmännchen gebaut und aufgestellt, da alle  Bemühungen um eine angemessene Warnung der Kraftfahrzeuge auf der Egestorfer Straße vor dem Fußgängerverkehr am Dorfgemeinschaftshaus und Kinderspielkreis bisher erfolglos blieben.

Umso ärgerlicher ist die unverständliche, und bereits wiederholte, Zerstörung dieser minimalen  Verkehrssicherungsmaßnahme für unsere Kinder.

Hier waren wieder hirnlose Täter am Werk.


 


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