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Start Termine und Veranstaltungen Archiv 2011 Internet bleibt ein Ärgernis

Internet bleibt ein Ärgernis

Ein Ausbau des DSL-Netzes in der Wennigser Mark ist derzeit kein Thema.

Das langsame Internet in der Wennigser Mark sorgt bei Einwohnernund bei Ortsbürgermeister Holger Dorl für Unmut und Ratlosigkeit.

Nur 384 Kilobit pro Sekunde garantiert die Telekom momentan als Übertragungsgeschwindigkeit für die Wennigser Mark. Zum Vergleich: Die Geschwindigkeit in den übrigen Wennigser Ortsteilen liegt bei zwei Megabit (2000 Kilobit). „Wir bekommen die Internetverbindung über ein Kupferkabel aus Wennigsen. Das Kabel ist alt und arbeitet auch nicht mehr vernünftig“,  sagt  Ortsbürgermeister Holger Dorl. Erschwerend komme hinzu, dass die Geschwindigkeit sinkt, je mehr Nutzer gleichzeitig die   Verbindung beanspruchen. „Dieser Zustand ist äußerst unbefriedigend“, sagt Dorl. Er habe schon mehrfach bei den einzig  möglichen Anbietern htp aus Hannover und der Telekom um Abhilfe gebeten. Passiert ist nicht viel. Die Telekom hat lediglich im Rahmen des Radwegebaus von Wennigsen in die Wennigser Mark zwei leere Rohre verlegen lassen. „Das heißt aber nur, dass die Möglichkeit besteht, dort ein Glasfaserkabel oder ähnliches zu verlegen“, sagt Wennigsens Wirtschaftsförderer Christian Mainka. Die Telekom habe die Rohre strategisch verlegen lassen, um Kosten zu sparen. „Unter Umständen bleiben die Rohre die nächsten  Jahrzehnte unbenutzt“, sagt Mainka. Auch eine Vermietung der Rohre gegen eine Gebühr sei denkbar, aber htp hat dieses Vorhaben aus Kostengründen verworfen. „Die Verlegung von einem Kilometer Glasfaserkabel kostet etwa 50 000 Euro. Wir müssen als Unternehmen genau schauen, ob sich der Ausbau wirtschaftlich rechnet“, sagt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Derzeit sei kein Ausbau geplant. Sie verweist auf die Bürgermeister-Hotline der Telekom. Dort können Verwaltungschefs ihre Anliegen vortragen und sich Anregungen und Tipps holen, um den Ausbau des DSL-Netzes in ihrer Kommune voranzutreiben. „Die jetzige Situation ist frustrierend, denn in den vergangenen Jahren hat sich die Internetverbindung als Standortnachteil herausgestellt“, sagt Dorl. Er bekomme immer wieder Anfragen von Leuten, die in die Wennigser Mark ziehen wollen. „Doch mit der aktuellen Internetverbindung sinkt das Interesse.“ Auch die älteren Einwohner würden das Internet nach und nach für sich entdecken. Doch bei langen Wartezeiten vergeht schnell der Spaß am Internet-Surfen. Ans Aufgeben denkt Dorl nicht. „Wir haben zwar kein wirkliches Druckmittel in der Hand. Aber vielleicht kann eine Unterschriftensammlung einen der beiden Anbieter überzeugen“, sagt der Ortsbürgermeister.

(Quelle: Calenberger Zeitung 26.04.2011, Stephen Kroll)